ToniTec History - Eine Reise durch die Gechichte der Schlösser (9)

Die Römer besaßen eine hoch entwickelte Schließtechnik, die mit Ende der Römerzeit und dem Beginn des Mittelalters, wie viele andere römische Errungenschaften vollständig in Vergessenheit geriet.

Besatzungen sind gebogene Eisenstäbe, die als Hindernisse in den Drehkreis des Schlüssels eingebaut werden, um zu verhindern, dass jeder beliebige Schlüssel das Schloss öffnen kann. Durch die Besatzungen kann man nur den Schlüssel verwenden, der an der richtigen Stelle im Schlüsselbart Durchbrüche besitzt, die die Eisenstäbe umgehen.

Legte ein Schlossermeister seine Prüfung ab, so mussten die Durchbrüche so exakt auf die Form der Hindernisse abgestimmt sein, dass zwischen ihnen kein Öl hindurchfließen durfte.

Bis zu den großen Innovationen des 19. Jh. blieben die Besatzungen, die auch als Eingerichte oder Gewirre bezeichnet werden, das einzige effektive Sicherheitsmerkmal der Schlösser.

Bei hochwertigen Eingerichten befand sich die Besatzung in einem Gehäuse, das in Form einer kleinen Kuppel gestaltet wurde. Da man Kuppeln vor allem von Kirchen und Kapellen kannte, wurde diese dann auch als Kapelleneingerichte bezeichnet.

Der große Nachteil der Besatzungen war es, dass sich ein potentieller Eindringling einen Schlüssel verschaffen konnte, der grob passte.

Überzog er dann den Schlüsselbart mit Wachs, steckte den Schlüssel ins Schloss und drehte ihn, erhielt er einen Abdruck mit dem er passende Löcher in den Bart scheiden konnte.

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