ToniTec History - Eine Reise durch die Gechichte der Schlösser (3)

Die Römer waren Meister der Ingenieurskunst und konstruierten bereits vor 2000 Jahren Wasserleitungen, Fußbodenheizungen und ein Straßensystem mit tausenden von Kilometern befestigter Straßen. In den Städten gab es große Badeanstalten und riesige Arenen für Wagenrennen und Gladiatorenspiele und auch in der Konstruktion von Sicherheitstechnik erreichten sie einen hervorragenden Standard.

 Die Römer liebten das Leben in der Stadt mit all seinem Trubel. Trier war im 4. Jahrhundert mit rund 100.000 Einwohnern die größte Stadt auf deutschem Boden und Rom zur selben Zeit eine Metropole von 3 Millionen. Aber das Leben in der Stadt war auch mit großen Gefahren verbunden. Die Römer hatten zwar ein ausgefeiltes Rechtssystem entwickelt; mit genauen Gesetzen und schweren Strafen für die Übeltäter, die erwischt wurden. Das Problem war nur, dass kaum ein Verbrecher gefasst wurde, da man es versäumt hatte eine organisierte Polizei einzurichten. Stellen wir uns eine Dreimillionenstadt ganz ohne Polizei vor, ist das auch heute noch eine sehr beängstigende Vorstellung!

 Dieser Gefahr begegnete man, in dem man die Häuser buchstäblich verriegelte und verrammelte! Ein Römisches Stadthaus hatte zur Straße kaum ein Fenster und die Tür wurde mit dem hochkomplexen Schiebeschloss versperrt: Der Druck der Zuhaltungen wird beim Schiebeschloss durch eine Feder verstärkt, die sie in Aussparungen im Riegel drückt. Die Variation der Schlüssel ergibt sich daraus, dass sich die Römischen Feinschmiede für die Zuhaltungen und Durchbrüche im Riegel unzählige raffinierte Formen ausdachten, die sich dann im Schlüsselbart wieder fanden. Da jedes Schloss eine  Einzelanfertigung war, waren die Variationsmöglichkeiten nahezu unendlich.

 Der Schlüsselbart der Schiebeschlüssel steht im rechten Winkel zu Schlüsselgriff. Um aufzuschließen, steckt man den Schlüsselbart ins Schloss. Jetzt muss der Schlüsselgriff horizontal um 90 Grad gedreht werden. Hebt man nun den Schlüssel an, drückt der Bart die Zuhaltung aus dem Riegel und gibt ihn frei. Zum Entriegeln muss dann noch der Schlüssel, samt Riegel, zur Seite geschoben werden.

 Das System war so ausgereift, dass es nach dem Ende der Römerzeit in Deutschland rund 1200 Jahre dauern sollte, bis wieder ähnliche gute Schlösser verwendet wurden.

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